Compliance und Spieltheorie

Spieltheorie ist ein Werkzeugkasten mit verschiedenen Analyseinstrumenten, welche in vielen Gebieten Anwendung finden, beispielsweise in den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften. Im einfachsten Modell kann man sich ein potentieller Bankkunde und ein Compliance Officer als Spieler vorstellen. Das Spiel, beispielsweise das Onboarding, läuft nach bestimmten Regeln ab. Im Idealfall wird der Kunde akzeptiert und der Compliance Officer hat mit ihm oder mit ihr keinen Ärger. Im schlechtesten Fall wird der potentielle Bankkunde abgewiesen und der Compliance Officer hat trotz Zurückweisung Ärger.

In der Spieltheorie definiert eine Auszahlungsfunktion den Erfolg bzw. Misserfolg. Kunden können für eine Bank Umsatz bedeuten, aber auch Bussen. Es ist nicht verwunderlich, dass in Compliance bis heute wenig spieltheoretische Überlegungen angestellt werden. Im "Compliance Game" finden komplexe Interaktionen statt, die nicht vergleichbar sind mit den Interaktionen bei "Mensch ärgere Dich nicht" oder beim Spiel "Gefangenendilemma." Nichtsdestotrotz ist zu hoffen, dass zukünftig solche spieltheoretische Ansätze in Compliance Prozessen Nutzen schaffen werden.

Totalrevision Datenschutzgesetz

Der Vorentwurf des totalrevidierten Datenschutzgesetzes befindet sich derzeit in der Vernehmlassung. Er bezweckt die Stärkung des Datenschutzes durch erhöhte Transparenz bei der Datenbearbeitung und mehr Kontrollmöglichkeiten der betroffenen Personen. Griffige Sanktionen und Handlungspflichten der verantwortlichen Personen sollen dabei die korrekte Umsetzung gewährleisten.

Links: Entwurf, Bericht

Eurospider Information Technology AG
Winterthurerstrasse 92
8006 Zürich

 

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