Eine gängige Frage betrifft die Frequenz mit der man seine Kunden überprüft. Art. 9 (Berichtspflicht) des Anti-Money Laundering Act (AMLA) ist relevant für diese Frage: Ein Finanzintermediär muss umgehend eine Meldung wie definiert zu Handen des Money Laundering Reporting Office Switzerland (MROS) einreichen. Es ist offensichtlich, dass umgehende Meldungen schwierig sind, wenn die Kunden lediglich periodisch überprüft werden.
Weisse und schwarze Listen, auch Positiv- und Negativlisten genannt, werden für binäre Kategorisierungen eingesetzt. Beispiele sind Spam-Filter gegen unerwünschte E-mails, aber auch Proskriptionslisten im Römischen Reich mit Namen missliebiger, zu ermordender politischer Gegner. Neueren Datums sind die Listen, die der amerikanische Präsident amerikanische Präsident George Bush nach den Terroranschhlägen am 11. September 2001 veröffentlichte. Weisse und schwarze Listen können auf verschiedene Arten kombiniert werden: Alle Positiven, aber ohne Negative und alle Negativen, ohne die Positiven.
Personennamen werden verwendet um Individuen zu unterscheiden. In der heutigen digitalisierten Welt, ist die Schreibweise von Namen wichtig, da Computer Namen Letter für Buchstabe um Buchstabe abgleichen, sofern nicht technisch ausgereifte Namensabgleich-Software verwendet wird. Eine gründliche Betrachtung des Problems der Namensgebung ist jedoch schon hier möglich.
Qualitative Verfahren erzeugen nur Informationen zum jeweils betrachteten Fall, und generelle Schlussfolgerungen darüber hinaus sind Hypothesen. Quantitative Verfahren bezwecken eine systematische empirische Untersuchung beobachteter Vorkommnisse. In der Compliance werden quantitative Verfahren üblicherweise angewendet um regelmässig die Kundenbasis zu untersuchen. Das Resultat sind Hypothesen zu bestimmten Risiken, die durch qualitative Verfahren im jeweiligen Fall falsifiziert werden können.
Die Empfehlungen der Financial Action Task Force (FATF) und der Anti-Money Laundering Act (AMLA) fordern einen risikobasierten Ansatz. Im Folgenden werden einige grundlegende Aspekte von risikobasierten Ansätzen diskutiert.


